Bürgerbeteiligung während Corona? Ja, bitte!

Müssen Corona-bedingt alle Beteiligungsprozesse nun unterbrochen oder aufgeschoben werden? Wir sagen: nein! Bürgerbeteiligung geht auch in diesen Wochen und Monaten. Obwohl wir uns derzeit nicht vor Ort treffen im Rahmen von Großveranstaltungen, Workshops oder Stadtspaziergängen treffen können, bietet das Netz mittlerweile viele Möglichkeiten, trotzdem ins Gespräch zu kommen.

Über unsere Online-Plattform Polit@ktiv können Sie (sich) unabhängig jederzeit ausführlich über Beteiligungsprojekte informieren. Darüber hinaus bietet sie mit Pinnwand, moderiertem Forum, Fragebögen, interaktiver Karte und vielen mehr zahlreiche Möglichkeiten, Ideen, Anliegen, Argumente und Fragen einzusammeln. Und diese natürlich auch zu diskutieren.

Sie möchten einen Online-Workshop durchführen? Auch hier unterstützen wir Sie als Moderatoren gern. Auf der Basis diverser Konferenz-Tools (Zoom, Jit.si, MS Teams, o.ä.) bestehen auch hier bspw. über virtuelle Pinnwände, Umfragen u.ä. je nach Kontext diverse Möglichkeiten, um sachorientiert zusammenzuarbeiten und ein möglichst gutes Ergebnis miteinander zu erreichen.

Online-Pinnwand mit Beiträgen

Fazit: Bürgerbeteiligung während Corona? Unser Rat: Nicht verzagen und warten! Kommen Sie einfach auf uns zu (Mail). Gemeinsam finden wir sicherlich ein für Sie passendes Konzept.

Neue Wege der Bürgerbeteiligung: Unser XF Citizen Lab

Wie kann und sollte politische Partizipation in Zukunft aussehen? Wie kann es gelingen, mehr Bürgerinnen und Bürger in den politischen Entscheidungsprozess einzubinden? Welche Formate und Methoden müssen zu diesem Zweck entwickeln und erprobt werden?

Mit unserer neuen Reihe „XF Citizen Lab“ möchten wir gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern experimentieren und diskutieren, welche Formate und Rahmenbedingungen sich eignen, um politische Partizipation auch in Zukunft erfolgreich – oder mitunter noch viel erfolgreicher – gestalten zu können.

Das erste Bürgerlabor findet in Form einer Zukunftswerkstatt am 5. März ab 19:00 im Club Voltaire (Haaggasse, Tübingen) statt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Die Veranstaltung ist kostenlos.

Mehr unter www.politaktiv.org/web/xf-citizen-lab

„Digitalisierung und Heimat“ in Empfingen

Wie wichtig ist Ihnen Heimat? Sehen Sie die Digitalisierung eher als Herausforderung oder als Chance und Wie kann diese das Zusammenleben in der Gemeinde unterstützen?

Diese und zahlreiche weitere Fragen stellt HIT im Auftrag der Gemeinde Empfingen derzeit den Bürgerinnen und Bürgern, über einen ausführlichen Fragebogen online und in Papierform. Gefördert wird der Beteiligungsprozess vom Gemeindetag Baden-Württemberg.

Weiterführende Informationen unter: www.empfingen-digital.de.

Viel los in Metzingen, Schwäbisch Gmünd und Plankstadt

Vom Gemeindejubiläum über das Schwimmbad bis hin zur Charta der Gemeinsamkeiten: Das Team der HIT war in den letzten Wochen und Monaten vielfältig im Einsatz. Zeit für einen kurzen Status Report:

Zweiter Bürgerdialog in Metzingen

Seit Sommer 2018 läuft in Metzingen die zweite Etappe des Bürgerdialogs „Zukunft Bäder“. Nachdem die Standortfrage geklärt ist, geht es nun um die Ausstattung und die Frage, wie das Kombibad auf dem Bongertwasen künftig ausgestaltet werden soll. Welche Wasserflächen werden benötigt? Welche Sport- und Freizeitbereiche werden gewünscht? Wie kann das Bad so gestaltet werden, dass es eine möglichst große Schnittmenge an Bedarfen der Metzgerinnen und Metzinger abdeckt?

Zwischen Juli und Ende November hatten alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Ideen und Anliegen über die Online-Plattform, Postkarten, Emails oder Briefe einzubringen. Zusätzlich wurden die Bedarfe der Schlüsselakteure (u.a. Vereine, Schulen) abgefragt.

Mehr 1.000 Einzelideen waren es am Ende und die große Frage, wie diese nun vernünftig in die weitere Planung und die anstehende Planungswerkstatt einbezogen werden können. Kein Wunder: eine Blaupause für den Prozess existiert nicht. Das Steuerungsteam aus Stadtverwaltung, Planer, Gemeinderäten und Moderatorenteam (HIT und GRiPS) haben es sich nicht leicht gemacht: Konzepte und Methoden wurden intensiv diskutiert und manchmal auch wieder verworfen, bis schließlich die „Planungsidee Ganzjahresbad“ reifte. Diese wurde am 9. Februar 2019 im Rahmen der ersten Planungswerkstatt vor mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt und diskutiert. Nicht nur die Planungsidee traf auf breite Zustimmung. Viele Bürgerinnen und Bürger äußerten sich auch beeindruckt, wie erst ihre Wünsche und Anliegen bei der Planung genommen werden – und wie diese nun tatsächlich sichtbar einfließen.

In den kommenden Wochen wird der Metzinger Gemeinderat den Kostendeckel für den Bäderbetrieb beschließen. Danach läuft die Konzeption für die zweite Planungswerkstatt an, die am 31. März 2019 stattfinden wird. Am Ende soll eine Bürgerempfehlung dem Gemeinderat bei seiner Entscheidung unterstützen.

HIT begleitet den Prozess seit Mitte 2017.

Kernaufgaben: Beratung bei der Planung und Umsetzung des Bürgerdialogs, Konzeption und Moderation des Online-Dialogs, Öffentlichkeitsarbeit


Charta der Gemeinsamkeiten in Schwäbisch Gmünd

Die Stadt Schwäbisch Gmünd möchte gemeinsam mit ihren Bürgern eine Charta der Gemeinsamkeiten entwickeln, die einen Grundstein für das Zusammenleben in der Kommune bilden soll. Neben Veranstaltungen vor Ort („Charta on Tour“) haben die Bürgerinnen und Bürger auch die Möglichkeit, sich unter www.gmuendercharta.de über den Prozess zu informieren und natürlich auch mit eigenen Ideen einzubringen.

Nachdem mehr als 200 Ideen zwischen Oktober und Dezember gesammelt wurden, stehen nun Nachbarschaftsgespräche in allen Quartieren auf dem Programm.

Kernaufgaben HIT: Beratung bei der Planung und Umsetzung des Bürgerdialogs, Konzeption und Moderation des Online-Dialogs, Öffentlichkeitsarbeit


Vereins- und Bürgerworkshop in Plankstadt

Die Gemeinde Plankstadt feiert 2021 ihr 1.250jähriges Jubiläum – und es soll ein Fest von den Plankstädtern für die Plankstädter werden. Bereits im Herbst fand deshalb ein erster Vereinsworkshop statt, um gemeinsam zu überlegen, mit welchen Veranstaltungen und Aktionen das Jubiläumsjahr begangen werden soll. Ende Januar wurden die gesammelten Ideen der breiteren Bürgerschaft vorgestellt, gemeinsam diskutiert und eine erste Priorisierung vorgenommen. Auch konnten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger erste Mottovorschläge vornehmen.

Kernaufgabe HIT: Methodische Beratung und Vorbereitung der Veranstaltungen, Moderation und Dokumentation. 

1250 Jahre Plankstadt

Die Gemeinde Plankstadt wird 2021 ein besonderes Jubiläum begehen: Seit 1250 Jahren gibt es die Gemeinde in der Nähe von Heidelberg schon. Damit zählt sie zu den ältesten Gemeinden in Baden-Württemberg.

Um die 1250-Jahr-Feierlichkeiten erfolgreich zu begehen, macht sich die Gemeindeverwaltung mit ihren Bürgerinnen und Bürgern bereits heute auf den Weg, gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten zu planen. Im Rahmen eines Vereinsworkshops am 11.10.18 konnten bereits viele Projektideen gesammelt und ein erster Rahmen erstellt werden. Dabei war es vielen Vereinsvertreterinnen und -vertretern wichtig, dass beim Jubiläum die Geschichte der Gemeinde und ihre Besonderheiten zur Geltung kommen. Außerdem soll für jede Alters- und Bevölkerungsgruppe etwas dabei sein.

Aufbauend auf dem ersten Workshop wird in den kommenden Monaten eine Veranstaltung für die breite Bevölkerung stattfinden. Hier wird es darum gehen, weitere Ideen zu sammeln, aber vor allem Mitstreiter für die vielen Aktivitäten zu gewinnen.

Im Auftrag der Gemeindeverwaltung ist HIT mit der Konzeption und Moderation der Workshops betraut.