Rückblick: Richtige Kommunikation im Mittelpunkt des Expertenforums Bürgerbeteiligung 2017

Boris Palmer auf dem Expertenforum der Integrata Stiftung
Der Tübingen OB Boris Palmer spricht über seine umfangreichen Kommunikationserfahrungen über Facebook.

Wie sollen Kommunen eigentlich mit ihren Bürgern kommunizieren, wenn das Thema schwierig ist? Wie funktioniert die Kommunikation, wenn es beispielsweise um Flüchtlinge geht oder um Feinstaubbelastung? Setzt man soziale Medien ein und wenn ja, wie? Und wie gehen Kommunen heute bereits damit um? Welche Strategien zur Kommunikation haben sie entwickelt?

Das waren die Kernfragen des Expertenforum Bürgerbeteiligung, das Anfang März in Tübingen tagte.

 

Prominente Experten und spannende Projekte

Unter prominenter Besetzung tauschten sich 70 kommunale Vertreter im Weltethos-Institut der Universität aus: Dr. Hans-Dieter Zimmermann von der Fachhochschule St. Gallen skizzierte verschiedene Kommunikationswege und ihre Einsatzgebiete und verglich sie mit seinen Erfahrungen aus der Schweizer Bürgerbeteiligung. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer erzählte ganz plastisch von seinen Erfahrungen mit dem Einsatz von Social Media als Bürgermeister im Shitstorm. Kommunalberater Martin Müller vom Städtetag Baden-Württemberg skizzierte den richtigen Umgang mit Menschen und Themen außerhalb der sozialen Medien.

In einem großen Basar stellten sich 10 verschiedene Projekte mit konkreten, schwierigen Themen und ihren Strategien vor: Beispielsweise erklärte das Staatsministerium Baden-Württemberg seinen Umgang mit der Flüchtlingsthematik, die Stadt Stuttgart die Kommunikationswege beim Thema Feinstaub und ein Verein seinen Kampf gegen Zwangsprostitution. Am Nachmittag rundete eine große Podiumsdiskussion die Tagung ab: Unter anderem berichtete die SWR-Journalistin Katharina Thoms dort von ihren Eindrücken aus Meßstetten, wo eine große Bürgerbeteiligung die Einrichtung einer Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtung begleitet hat. Veronika Kienzle als Referentin der Staatsrätin für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft erklärte, warum sie Facebook nicht nutzt und wie der persönliche Umgang mit den Bürgern abläuft. Der Medienstudent Tobias Ilg spricht über seine Erfahrungen bei der Kommunikation über die sozialen Medien.

Das nächste Expertenforum Bürgerbeteiligung wird am 9. März 2018 in Tübingen stattfinden.

Vorschau: Expertenforum mit spannenden Gästen

„Zwischen Stammtisch und WhatsApp – Herausforderungen und Möglichkeiten des kommunalen Dialogs.“

Unter diesem Motto findet das  Expertenforum Bürgerbeteiligung am Freitag, 3. März 2017,im Weltethos-Institut der Uni Tübingen statt.

Das Expertenforum widmet sich in diesem Jahr der Frage, wie Kommunen mit ihren Bürgern kommunizieren, nicht nur im Alltag, sondern insbesondere bei schwierigen Kontexten. Schwierig kann es werden, weil es sich um ein stark emotionalisiertes Thema handelt, wie z.B. die Unterbringung von Flüchtlingen oder auch der Umgang mit Feinstaub. Manchmal ist die Bevölkerung auch stark gespalten, was eine Verständigung deutlich erschwert. Welche Kommunikationskanäle können Kommunen nutzen? Wann sollte was kommuniziert werden? Wie ist die Erfahrung mit sozialen Netzwerken?

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Beteiligung zum Blautopfareal gestartet

Welche Anforderungen muss das Blautopfareal erfüllen? Wie sollte es zukünftig gestaltet werden?

Mit diesen Fragen werden sich die Bürgerinnen und Bürger aus Blaubeuren in den nächsten Monaten intensiv im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses beschäftigen. Die Human IT Service GmbH begleitet den Prozess vor Ort und im Netz über die Online-Plattform Polit@ktiv.

Viele Themen auf engem Raum

Mit einer Auftaktveranstaltung ging es am Mittwoch, 31.11.16, los. Neben Informationen über Ziele, Zeitplan und Beteiligungsmöglichkeiten konnten die Anwesenden bereits an diesem Abend erste Gedanken an den Stellwänden hinterlassen.

Trotz oder vielleicht gerade wegen der geringen Größe des Areals verschränken sich viele Anforderungen: Die Bürger wünschen sich Verbesserungen bei der Verkehrsführung und der Beschilderung sowie einen Zugang zum Wasser. Auch fehlen Parkplätze für Fahrräder und Motorräder. Dabei haben die zahlreichen Touristen, die die einmalige Sehenswürdigkeit besuchen, andere Bedürfnisse als die am Blautopf lebenden Anwohner.

Ausblick

Bis Ende Januar ist nun Zeit, möglichst viele weitere Ideen und Anliegen einzubringen. Neben Ideenboxen mit extra gestalteten Postkarten vor Ort ist dies auch per Mail und Telefon oder direkt über die Online-Plattform  www.BlaubeurenGestalten.de möglich. Alle Beiträge werden gesammelt und gleichrangig behandelt.

Die zweite Beteiligungsphase wird voraussichtlich im März starten und vor allem in Arbeitskreisen stattfinden. Im Juli sollen die dort ausgearbeiteten Vorschläge dann dem Gemeinderat übergeben werden. Wir sind gespannt!

29.11.17, (Vorläufiger) Abschluss in Bühl

Nur acht Monate hat es gedauert, bis die Eckdaten des Bühler Klimaschutzkonzepts feststehen. Ein wichtiger Grund hierfür war die „vorgezogene“ Öffentlichkeitsarbeit, d.h. die offene Beteiligung der Bevölkerung von Beginn an.

 

So soll der Klimaschutz in Bühl angepackt werden

Die Ergebnisse wurden nun im Rahmen eines Abschlussworkshops präsentiert und noch einmal zur Diskussion gestellt. Konzipiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Helmut Bauer vom ifeu-Institut, dem auch die Gesamtleitung des Prozesses obliegt.

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Motto und Datum für XF17 stehen!

„Zwischen Stammtisch und WhatsApp – Herausforderungen und Möglichkeiten des kommunalen Dialogs“, so lautet das Motto des nächsten Expertenforums Bürgerbeteiligung, welches am 3. März 2017 in Tübingen stattfinden wird.

Das Expertenforum richtet sich insbesondere an kommunale Vertreter aus Politik und Verwaltung, aber auch an Interessierte im Bereich Beteiligung/Bürgerbeteiligung/Dialog.

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