Rückblick 2020

2020 war nicht nur Corona – sondern auch ganz viel Bürgerbeteiligung, zumindest bei der HIT. Viele Kommunen in Baden-Württemberg haben sich trotz aller Einschränkungen auf den Weg gemacht, neue Formate entwickelt und vielfältige Erfahrungen bei Online- und Offline-Veranstaltungen gesammelt.

Neue Wege der Bürgerbeteiligung: Unser XF Citizen Lab

Wie kann und sollte politische Partizipation in Zukunft aussehen? Wie kann es gelingen, mehr Bürgerinnen und Bürger in den politischen Entscheidungsprozess einzubinden? Welche Formate und Methoden müssen zu diesem Zweck entwickeln und erprobt werden?

Mit unserer neuen Reihe „XF Citizen Lab“ möchten wir gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern experimentieren und diskutieren, welche Formate und Rahmenbedingungen sich eignen, um politische Partizipation auch in Zukunft erfolgreich – oder mitunter noch viel erfolgreicher – gestalten zu können.

Das erste Bürgerlabor findet in Form einer Zukunftswerkstatt am 5. März ab 19:00 im Club Voltaire (Haaggasse, Tübingen) statt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Die Veranstaltung ist kostenlos.

Mehr unter www.politaktiv.org/web/xf-citizen-lab

Rückblick: Richtige Kommunikation im Mittelpunkt des Expertenforums Bürgerbeteiligung 2017

Boris Palmer auf dem Expertenforum der Integrata Stiftung
Der Tübingen OB Boris Palmer spricht über seine umfangreichen Kommunikationserfahrungen über Facebook.

Wie sollen Kommunen eigentlich mit ihren Bürgern kommunizieren, wenn das Thema schwierig ist? Wie funktioniert die Kommunikation, wenn es beispielsweise um Flüchtlinge geht oder um Feinstaubbelastung? Setzt man soziale Medien ein und wenn ja, wie? Und wie gehen Kommunen heute bereits damit um? Welche Strategien zur Kommunikation haben sie entwickelt?

Das waren die Kernfragen des Expertenforum Bürgerbeteiligung, das Anfang März in Tübingen tagte.

 

Prominente Experten und spannende Projekte

Unter prominenter Besetzung tauschten sich 70 kommunale Vertreter im Weltethos-Institut der Universität aus: Dr. Hans-Dieter Zimmermann von der Fachhochschule St. Gallen skizzierte verschiedene Kommunikationswege und ihre Einsatzgebiete und verglich sie mit seinen Erfahrungen aus der Schweizer Bürgerbeteiligung. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer erzählte ganz plastisch von seinen Erfahrungen mit dem Einsatz von Social Media als Bürgermeister im Shitstorm. Kommunalberater Martin Müller vom Städtetag Baden-Württemberg skizzierte den richtigen Umgang mit Menschen und Themen außerhalb der sozialen Medien.

In einem großen Basar stellten sich 10 verschiedene Projekte mit konkreten, schwierigen Themen und ihren Strategien vor: Beispielsweise erklärte das Staatsministerium Baden-Württemberg seinen Umgang mit der Flüchtlingsthematik, die Stadt Stuttgart die Kommunikationswege beim Thema Feinstaub und ein Verein seinen Kampf gegen Zwangsprostitution. Am Nachmittag rundete eine große Podiumsdiskussion die Tagung ab: Unter anderem berichtete die SWR-Journalistin Katharina Thoms dort von ihren Eindrücken aus Meßstetten, wo eine große Bürgerbeteiligung die Einrichtung einer Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtung begleitet hat. Veronika Kienzle als Referentin der Staatsrätin für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft erklärte, warum sie Facebook nicht nutzt und wie der persönliche Umgang mit den Bürgern abläuft. Der Medienstudent Tobias Ilg spricht über seine Erfahrungen bei der Kommunikation über die sozialen Medien.

Das nächste Expertenforum Bürgerbeteiligung wird am 9. März 2018 in Tübingen stattfinden.

Vorschau: Expertenforum mit spannenden Gästen

„Zwischen Stammtisch und WhatsApp – Herausforderungen und Möglichkeiten des kommunalen Dialogs.“

Unter diesem Motto findet das  Expertenforum Bürgerbeteiligung am Freitag, 3. März 2017,im Weltethos-Institut der Uni Tübingen statt.

Das Expertenforum widmet sich in diesem Jahr der Frage, wie Kommunen mit ihren Bürgern kommunizieren, nicht nur im Alltag, sondern insbesondere bei schwierigen Kontexten. Schwierig kann es werden, weil es sich um ein stark emotionalisiertes Thema handelt, wie z.B. die Unterbringung von Flüchtlingen oder auch der Umgang mit Feinstaub. Manchmal ist die Bevölkerung auch stark gespalten, was eine Verständigung deutlich erschwert. Welche Kommunikationskanäle können Kommunen nutzen? Wann sollte was kommuniziert werden? Wie ist die Erfahrung mit sozialen Netzwerken?

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