Viel los in Metzingen, Schwäbisch Gmünd und Plankstadt

Vom Gemeindejubiläum über das Schwimmbad bis hin zur Charta der Gemeinsamkeiten: Das Team der HIT war in den letzten Wochen und Monaten vielfältig im Einsatz. Zeit für einen kurzen Status Report:

Zweiter Bürgerdialog in Metzingen

Seit Sommer 2018 läuft in Metzingen die zweite Etappe des Bürgerdialogs „Zukunft Bäder“. Nachdem die Standortfrage geklärt ist, geht es nun um die Ausstattung und die Frage, wie das Kombibad auf dem Bongertwasen künftig ausgestaltet werden soll. Welche Wasserflächen werden benötigt? Welche Sport- und Freizeitbereiche werden gewünscht? Wie kann das Bad so gestaltet werden, dass es eine möglichst große Schnittmenge an Bedarfen der Metzgerinnen und Metzinger abdeckt?

Zwischen Juli und Ende November hatten alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Ideen und Anliegen über die Online-Plattform, Postkarten, Emails oder Briefe einzubringen. Zusätzlich wurden die Bedarfe der Schlüsselakteure (u.a. Vereine, Schulen) abgefragt.

Mehr 1.000 Einzelideen waren es am Ende und die große Frage, wie diese nun vernünftig in die weitere Planung und die anstehende Planungswerkstatt einbezogen werden können. Kein Wunder: eine Blaupause für den Prozess existiert nicht. Das Steuerungsteam aus Stadtverwaltung, Planer, Gemeinderäten und Moderatorenteam (HIT und GRiPS) haben es sich nicht leicht gemacht: Konzepte und Methoden wurden intensiv diskutiert und manchmal auch wieder verworfen, bis schließlich die „Planungsidee Ganzjahresbad“ reifte. Diese wurde am 9. Februar 2019 im Rahmen der ersten Planungswerkstatt vor mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt und diskutiert. Nicht nur die Planungsidee traf auf breite Zustimmung. Viele Bürgerinnen und Bürger äußerten sich auch beeindruckt, wie erst ihre Wünsche und Anliegen bei der Planung genommen werden – und wie diese nun tatsächlich sichtbar einfließen.

In den kommenden Wochen wird der Metzinger Gemeinderat den Kostendeckel für den Bäderbetrieb beschließen. Danach läuft die Konzeption für die zweite Planungswerkstatt an, die am 31. März 2019 stattfinden wird. Am Ende soll eine Bürgerempfehlung dem Gemeinderat bei seiner Entscheidung unterstützen.

HIT begleitet den Prozess seit Mitte 2017.

Kernaufgaben: Beratung bei der Planung und Umsetzung des Bürgerdialogs, Konzeption und Moderation des Online-Dialogs, Öffentlichkeitsarbeit


Charta der Gemeinsamkeiten in Schwäbisch Gmünd

Die Stadt Schwäbisch Gmünd möchte gemeinsam mit ihren Bürgern eine Charta der Gemeinsamkeiten entwickeln, die einen Grundstein für das Zusammenleben in der Kommune bilden soll. Neben Veranstaltungen vor Ort („Charta on Tour“) haben die Bürgerinnen und Bürger auch die Möglichkeit, sich unter www.gmuendercharta.de über den Prozess zu informieren und natürlich auch mit eigenen Ideen einzubringen.

Nachdem mehr als 200 Ideen zwischen Oktober und Dezember gesammelt wurden, stehen nun Nachbarschaftsgespräche in allen Quartieren auf dem Programm.

Kernaufgaben HIT: Beratung bei der Planung und Umsetzung des Bürgerdialogs, Konzeption und Moderation des Online-Dialogs, Öffentlichkeitsarbeit


Vereins- und Bürgerworkshop in Plankstadt

Die Gemeinde Plankstadt feiert 2021 ihr 1.250jähriges Jubiläum – und es soll ein Fest von den Plankstädtern für die Plankstädter werden. Bereits im Herbst fand deshalb ein erster Vereinsworkshop statt, um gemeinsam zu überlegen, mit welchen Veranstaltungen und Aktionen das Jubiläumsjahr begangen werden soll. Ende Januar wurden die gesammelten Ideen der breiteren Bürgerschaft vorgestellt, gemeinsam diskutiert und eine erste Priorisierung vorgenommen. Auch konnten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger erste Mottovorschläge vornehmen.

Kernaufgabe HIT: Methodische Beratung und Vorbereitung der Veranstaltungen, Moderation und Dokumentation. 

1250 Jahre Plankstadt

Die Gemeinde Plankstadt wird 2021 ein besonderes Jubiläum begehen: Seit 1250 Jahren gibt es die Gemeinde in der Nähe von Heidelberg schon. Damit zählt sie zu den ältesten Gemeinden in Baden-Württemberg.

Um die 1250-Jahr-Feierlichkeiten erfolgreich zu begehen, macht sich die Gemeindeverwaltung mit ihren Bürgerinnen und Bürgern bereits heute auf den Weg, gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten zu planen. Im Rahmen eines Vereinsworkshops am 11.10.18 konnten bereits viele Projektideen gesammelt und ein erster Rahmen erstellt werden. Dabei war es vielen Vereinsvertreterinnen und -vertretern wichtig, dass beim Jubiläum die Geschichte der Gemeinde und ihre Besonderheiten zur Geltung kommen. Außerdem soll für jede Alters- und Bevölkerungsgruppe etwas dabei sein.

Aufbauend auf dem ersten Workshop wird in den kommenden Monaten eine Veranstaltung für die breite Bevölkerung stattfinden. Hier wird es darum gehen, weitere Ideen zu sammeln, aber vor allem Mitstreiter für die vielen Aktivitäten zu gewinnen.

Im Auftrag der Gemeindeverwaltung ist HIT mit der Konzeption und Moderation der Workshops betraut.

Zukunft der Bäder: Bürgerbeteiligung in Metzingen hat Modellcharakter

Über ein halbes Jahr ist vergangen, seit im Oktober 2017 der Bürgerdialog zur Zukunft der Metzinger Schwimmbäder gestartet wurde. Nun hat sich der Gemeinderat für die Errichtung eines neuen Kombibads auf dem Bongertwasen ausgesprochen hat. Damit folgten die Gemeinderäte den Vorschlägen, die die Einwohner-Vertretung zu Jahresbeginn im Rahmen zweier Konsensuskonferenzen ausgearbeitet hatte. Das von der HIT in Zusammenarbeit mit Ute Kinn von der Gesellschaft für intelligente Projektsteuerung (GRiPS) konzipierte „Metzinger Modell“ erweist sich im Endergebnis als großartiger und für weitere Projekte wegweisender Erfolg.

Metzinger Modell – was hat es damit auf sich?

Drei große Etappen hatten die Metzinger zu bewältigen, bevor der Gemeinderat seine Entscheidung zugunsten eines von drei möglichen Plänen für die zukünftige Gestaltung der Metzinger Badelandschaft fällen konnte. Den Anfang bildete wie so oft bei Beteiligungsprozessen der HIT eine Auftaktveranstaltung vor Ort. Wie an dieser Stelle bereits ausführlich berichtet, fanden sich am 25. Oktober 2017 mehr als 150 Einwohner in der Stadthalle ein, um sich intensiv mit den Planunge zu den Metzinger Bädern und dem daran anschließenden Beteiligungsprozess zu informieren und erste Ideen und Argumente zu den drei Standortvarianten einzubringen.

Am gleichen Tag ging dann das das Beteiligungsportal www.metzingerbaeder.de online. Hier wurden nicht nur die im Rahmen der Auftaktveranstaltung erarbeiteten Ideen aufbereitet und öffentlich gemacht – die Metzinger hatten vielmehr bis Ende des Jahres die Gelegenheit, neue Vorschlägen und Pro-/Contra-Argumente zu den drei Standortvarianten zu nennen und damit den Beteiligungsprozess zusätzlich zu beschleunigen. Die Intensität der Beteiligung überraschte nicht nur das erfahrene HIT-Team. Durch mehr als 800 Beiträge, allenvoran von zahlreichen Kindern und Jugendlichen, war die Beteiligung zur Zukunft der Bäder bereits zu diesem Zeitpunk ein enormer Erfolg. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde die Online-Beteiligungsphase bis Ende Januar verlängert.

Mit den Konsensuskonferenzen im Februar und März trat der Bürgerdialog in die dritte Phase ein. Im Vorfeld der zwei Veranstaltungen waren 20 Bürger per Losverfahren ausgewählt worden, um unter der Leitung von Ute Kinn gemeinsam mit Sachverständigen auf Grundlage der drei Standortvarianten sowie den Ideen und Beiträgen aus der Onlinebeteiligung eine Wahlempfehlung für den Gemeinderat zu erarbeiten. Nach ausfürhlichen Beratungen einigten sich die Bürger auf die Variante Nr. 2 – der Neubau eines kombinierten Frei- und Hallenbads auf dem Bongertwasen.

Mitte Mai war dann der Gemeinderat an der Reihe. In öffentlicher Sitzung entschieden sich 21 von 24 anwesenden Gemeinderäten für die Vorschläge der Konferenzteilnehmer. Dem Bau eines Kombibads auf dem Bongertwassen steht somit nichts mehr im Wege. Doch ein Ende der Bürgerbeteiligung in Metzingen ist damit noch lange nicht in Sicht. Schon bald soll es mit einem zweiten Beteiligungsprozess unter Leitung der HIT weitergehen. Dabei steht dann die Frage im Mittelpunkt, wie das neue Kombibad im Detail aussehen soll.

Human IT goes KI

Nach dem erfolgreichen Kickoff im vergangenen Herbst geht die Organisation des zweiten Kongresses „KI und Ethik“ langsam in die heiße Phase. Dieser wird am 23./24.11.18 als Stuttgarter Zukunftskongress unter dem Motto „Mensch bleiben im Maschinenraum“ stattfinden. Veranstalter sind die Giordano-Bruno-Stiftung, die Integrata Stiftung, das Weltethos-Institut Tübingen sowie der Ethikverband der deutschen Wirtschaft. Die HIT ist mit allen Dingen rund um die Organisation der Veranstaltung beauftragt (u.a. Marketing, Sponsoren, Betreuung der Teilnehmenden und Referenten, Technik, Catering, etc.).

Wir freuen uns, viele hochkarätige Referentinnen und Referenten gewonnen zu haben, u.a. Prof. Eric Hilgendorf (Uni Würzburg), Prof. Stephan Heinemann (Uni Essen), Dr. Constanze Kurz (Chaos Computer Club), Guido Wagner (SAP) sowie Dr. Anna Christmann (MdB). Entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum. Dieses reicht von  KI in Suchmaschinen, bei der Pflege und in der Medizin über autonomes Fahren, Arbeit 4.0, neue Lernmethoden und vieles weitere mehr.

Der Tisch ist also gedeckt und wir sind uns sicher, dass für jede und jeden spannende Vorträge und Workshops dabei sind. Sie möchten auch teilnehmen? Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter www.stuttgarter-zukunftssymposium.de oder auf Facebook unter https://www.facebook.com/Humanithesia.

Riedlingen und das Stadthallenareal: Bürgerbefragung wird zu großem Erfolg

Was macht wir mit dem Stadthallenarel? Diese Frage beschäftigt die Stadt Riedlingen am Südrand der Schwäbischen Alb schon seit einigen Jahren. Seit Herbst 2017 sind wir von der Human IT Service GmbH (HIT) mit im Boot, um die Planungen zur zukünftigen Ausgestaltung des am Donauufer jenseits der Altstadt gelegenen Stadthallenareals zu begleiten und die Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess einzubinden. (Hier geht es zur Seite des Bürgerdialogs)

Auf der Basis verschiedener städtebaulicher Entwürfe des Planungsbüros Sieber aus Lindau hatten sich mehrere Investoren mit Realisierungskonzepten bei der Stadt beworben. Der Gemeinderat hat drei Firmen ausgewählt, die ihre Konzepte daraufhin weiter ausgearbeitet haben. Diese Konzepte dienen als Basis der Bürgerbeteiligung. Allerdings sollen auch grundsätzliche Fragen gemeinsam diskutiert werden.

Bürgerbefragung: Große Teilnahmebereitschaft

Im Zentrum der Beteiligung stand ein von der HIT gemeinsam mit den städtischen Vertretern entworfener Fragebogen. Dieser sollte dazu dienen, die Wünsche und Vorstellungen der Riedlingerinnen und Riedlinger bei der Ausgestaltung des Stadthallenareals möglichst detailliert einzufangen und in die Planungen zu integrieren. Vom 13.12.2017 bis zum 15.01.2018 hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den Fragebogen online auszufüllen oder herunterzuladen und im Rathaus abzugeben. Insgesamt nahmen über 750 Einwohner an der Bürgerbefragung teil. Gleichzeitig ging Mitte Dezember der Diskussionskreis auf der HIT-eigenen Beteiligungsplattform Polit@ktiv online. Hier boten die Pinwand und das Forum die Möglichkeit, Fragen zum Planungsprozess zu stellen, Anliegen zu diskutieren oder sich über den Ablauf des Bürgerdialogs zu informieren.

Die Ergebnisse der Bürgerbefragung wurden schließlich am 19.02.2018 im Rahmen einer Bürgerversammlung im Riedlinger Rathaus vorgestellt. Unsere Geschäftsführerin Anni Schlumberger übernahm die Moderation der Veranstaltung. In einem Punkt war sich ein Großteil der Befragten einig gewesen: das Stadthallenareal solle nicht so bleiben wie es ist. Als wichtigste der gewünschten Neuerungen wurden eine neue Stadthalle, ein Hotel, eine Vielzahl an neuen Parkplätzen und die Ansiedlung von Fachmärkten genannt. Grundsätzlich wurde die Befragung von den Teilnehmern als großartige Partizipationsmöglichkeit aufgefasst. Auch Bürgermeister Marcus Schafft äußerte sich positiv: Die Bürgerbefragung sei ein wichtiger Baustein, auf Grundlage dessen der Gemeinderat nun einen Abwägungsprozess zur Gestaltung des Stadthallenareals starten kann.

Bürgerversammlung bietet muntere Diskussionen

Neben der Information zu den Ergebnissen der Bürgerbefragung stand die Veranstaltung jedoch auch im Zeichen des Dialogs mit der Einwohnerschaft. Nach Abschluss des Informationsteils versammelten sich Bürgerinnen und Bürgern mit Experten und Entscheidungsträgern an mehreren Tischgruppen, um über die wesentlichen Themen im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Stadthallenarelas zu diskutieren. Die zahlreichen Ideen und Anmerkungen der Teilnehmer wurden auf Pinnwänden gesammelt. Zumindest eines stand nach der fast dreistündigen Veranstaltung fest: Angesichts des enormen Interesses seitens der Einwohner und ihrer engagierten Diskussion ist die Bürgerbeteiligung in Riedlingen bereits jetzt ein großer Erfolg.